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Gesundheit der Prostata

Die Prostata oder Vorsteherdrüse ist ein geschlechtsspezifisches Organ, welches für die Libido, den Samenerguss und die Orgasmusfähigkeit des Mannes von zentraler Bedeutung ist.

Die Prostata wird häufig als Pendant zum weiblichen G-Punktbereich genannt und besteht wie dieser aus Drüsengewebe, in dem ein Großteil der Samenflüssigkeit gebildet wird. Sie ist kastaniengroß und liegt zwischen Harnblase und Enddarm und kann über den Anus ertastet werden. Die Prostata kann mit steigender Erregung sehr sensibel werden und hohe Lustgefühle auslösen. Auch ist die Erreichung eines Orgasmus über eine Stimulation der Vorsteherdrüse möglich und wird hier dem vaginalen Orgasmus der Frau gleichgestellt, im Gegensatz zum klitoral empfundenen Orgasmus. Durch ihre anatomische Lage um die Harnröhre herum kommt es bei einer krankhaften Prostatavergrößerung durch den entstehenden Druck zu Problemen beim Urnieren. 

Geht man mit dem Finger in den Anus ein, kann man die Prostata als walnussgroßes Organ an der oberen Darmwand tasten, etwa da, wo sich die Fingerspitze befindet, wenn der Finger ganz tief eingeführt ist. Massiert werden kann sie nach entspannender Vorbereitung des analen Bereiches. Die Prostatamassage kann erlernt für die Förderung der Gesunderhaltung der Prostata eingesetzt werden, da sie die Entspannung des gesamten Beckenbereiches und somit die Durchblutung des Beckenbereiches fördert. Blockaden uns Spannungen die durch wenig Bewegung, vornehmlich sitzende Tätigkeit und lang andauernden Stress entstanden sind, können über eine langsame und gefühlvolle Prostata- und Analmassage gelöst werden. 

Erkrankungen der Prostata

Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen beim Mann. Neben Prostatakrebs gibt es auch gutartige Prostatavergrößerungen und entzündliche Prostataerkrankungen, die vor allem mit zunehmendem Alter auftreten können. Vielfach angeboten wird daher in der Vorsorge die Messung des sogenannten PSA Wertes (eines Eiweißes, welches spezifisch in der Prosatata gebildet wird) und dessen erhöhte Werte auf eine mögliche Erkrankung oder Krebs hinweisen können. Ob und in wieweit die Erhebung dieser Werte sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden. Wichtig ist zu wissen, dass ein erhöhter Wert alleine noch keine Aussagekraft besitzt und nur in seinem weiteren Verlauf begutachtet werden sollte. Auch gibt er keinen Aufschluss darüber, ob er auf eine Erkrankung hinweist und wenn ja, auf welche. Zur genaueren Abklärung ist also auf jeden Fall eine weitere Diagnostik notwendig. 

Für und Wider von Prostataoperationen - Häuifge Folge: Impotenz und Inkontinenz

Die Erhebung des PSA-Wertes ist in die Kritik geraten, weil er zu großer Verunsicherung führen kann und vielfach vorschnell eine Operation angeraten wird. Die Folgen einer solchen sind jedoch für den Mann gravierend, da sie häufig zu bleibender Impotenz und Inkontinenz führen. Sowohl die Erektionsfähigkeit, wie auch die Libido und die Orgasmausfähigkeit können meist nicht wieder hergestellt werden. Genauere Studien darüber gibt es erstaunlicherweise bisher nicht, es ist jedoch davon auszugehen, dass maximal 20-40% der Betroffenen ihre volle sexuelle Erlebnisfähigkeit wieder erlangen. Studienergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass nur ein Dirttel der Männer die volle Kontrolle über ihre Urinkontinenz wieder erlangen, während zwei Drittel mit Windeln und Inkontinenzeinlagen leben müssen. Die Webseite des Westdeutschen Prostatazentrums gibt hierrüber ausführliche Auskunft. Auch die in Mode geratenen weniger invasiven Operationsmethoden (Da Vinci Methode) sind im Vergleich zu den Totaloperationen bezüglich ihrer Nachwirkung noch nicht wissenschaftlich belegt. Da grundsätzlich zwischen agressiven, schnell wachsenden Tumoren und sehr langsam wachsendem Prostatakrebs unterschieden werden muss mit dem man ein hohes Lebensalter erreichen kann, ist im Einzelfall immer abzuwägen, was für eine Behandlungsmethode sinnvoll erscheint und eine überstürzte Entscheidung zu einer Operation nicht anzuraten. 

Eine Prostataerkrankung kann immer mit einem tiefen Einschnitt in die Persönlichkeit sowie die Lebensqualität des Mannes einhergehen. Ihrer Gesundherhaltung sollte daher für jeden Mann im Fokus sein. Neben der rein medizinisch-funktionalen Betrachtungsweise kann man auch einer ganzheitlichen Betrachtungsweise Raum geben und sich folgende Fragen stellen:

  • Lebe ich in Balance?
  • Bewege ich mich so viel wie ich möchte?
  • Habe ich eine erfüllendes Sexualleben?
  • Fühle ich mich als Mann in meiner Kraft?
  • Wie ist meine Einstellung zum Älterwerden?

 

In unserem Blog: Prostata Operationen sind oft unnötig

Warum es zu viele Prostata-Op´s in Deutschland gibt! Die Angst vor Prostatakrebs ist bei Männern ab 45 weit verbreitet. Viele Urologen raten an, ab dem 50. Lebensjahr einen sogenannten PSA Test machen zu lassen. Wie aufschlussreich dieser auf ein Risiko hinweist, können Sie im folgenden Beitrag der ARD sehen. 

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