Lingam-Massage

Als Lingammassage bezeichnet man in der Tantra-Massage die Massage des männlichen Intimbereiches. Mit der Lingam-Massage wird die männliche Kraft und ihr postiver Ausdruck in dieser Welt auf das Höchste verehrt.

Ziel der Lingam-Massage

Das Ziel bei der Lingam-Massage ist es nicht, besonders schnell einen Orgasmus zu erreichen, sondern die Steigerung der sexuellen Energie möglichst lange und genussvoll auszukosten. Durch die vorherige Massage des gesamten Körpers ist dieser über die erreichte tiefe Entspannung wesentlich empfänglicher und empfindsamer für die unterschiedlichen Berührungsqualitäten, die eine Lingam-Massage zu einer ganz besonders lustvollen und manchmal spirituellen Erfahrung machen.

Was unterscheidet die Lingam Massage von der Masturbation oder den vielfältigen Varianten der Berührung beim Liebesspiel ? 

Bei der Lingam-Massage werden Penis, Damm, Anus und Hoden  auf sehr vielfältige Art und Weise berührt. Der Aufbau der Spannung entsteht zum Teil durch wechselnde Tempi: Langsame Bewegungen wechseln sich mit schnellen Sequenzen ab und steigern durch den Überraschungsmoment sowohl die Empfindungsfähigkeit wie die sexuelle Erregung. Außerdem wechseln sich bei der Lingam-Massage gleitende, drückende, schraubende, mal feste, mal zärtliche Berührungen ab. Zwischendurch werden bei der Lingam-Massage Sequenzen eingebaut, die die Energie über den gesamten Körper verteilen und somit vielfältige und neue Sensationen im Körper auslösen können. Dieser Wechsel von Aufbau der Spannung mit ruhigen und gleitenden Elementen sorgt für eine zeitliche Ausdehnung der sexuellen Erregungsphase, die bis zu 30 Minuten und länger dauern kann. 

Die Lingam-Massage sorgt für eine Vertiefung der Wahrnehmung des eigenen Körpers und der eigenen Empfindungen

Anders als beim Liebesspiel, welches meist gleichzeitig oder wechselseitig erfolgt, liegt bei der Tantra-Massage die gesamte Aufmerksamkeit des Massagetherapeuten beim Empfangenden. Damit kann in besonderer Art und Weise jede noch so kleine Reaktion wahr genommen und auf sie eingegangen werden. Diese Freiheit wiederum, sich nur auf sich selber konzentrieren zu müssen und empfangen zu dürfen, sorgt für eine Vertiefung der Wahrnehmung des eigenen Körpers und der eigenen Empfindungen. Ein Mann, der seinen Körper und seine sexuellen Reaktionen gut kennt und sie beeinflussen und steuern kann ist in der Lage, sowohl sich selbst wie auch seiner Partnerin zu ungeahnten Genüssen im gemeinsamen sexuellen Erleben zu verhelfen.

Männer können durch die Lingam-Massage lernen, den Zeitpunkt ihrer Ejakulation zu steuern

Eine besondere Steigerung der Lust entsteht, wenn man die Lingam-Massage mit einer vertieften Atmung koppelt. Dies führt zu einer noch größeren Empfindsamkeit, die die Genussfähigkeit und das Auskosten noch um ein vielfaches steigert und gleichzeitig Spannungen im Körper abbaut. Männer können durch die Lingam-Massage lernen, den Zeitpunkt ihrer Ejakulation zu steuern und damit zu besseren Liebhabern werden.

Die Lingam-Massage eröffnet vielen Männern daher eine neue Bandbreite an sexueller Empfindungsfähigkeit, welche sich auch positiv auf ihr partnerschafltiches Sexualleben auswirken kann. 

Die Lingam-Massage kann bei vorzeitiger Ejakulation und bei Erektionsproblemen helfen

Die Lingam-Massage kann auch begleitend zu anderen therapeutischen Massnahmen sehr erfolgreich bei vorzeitigem Samenerguss oder Erektionsstörungen eingesetzt werden, da gerade der Leistungsaspekt bei der Lingam-Massage in den Hintergrund tritt. Nicht wenige Männer erleben ihre Reaktionen im Rahmen einer Lingam-Massage neu und anders als in der sexuellen Begegnung mit einer Partnerin oder einem Partner.

Die Lingam-Massage endet meist mit einem Höhepunkt, wobei dem natürlichen Weg des Erregungsaufbaus gefolgt wird. Dennoch ist nicht die Erreichung des Höhepunktes hier das Ziel, sondern besonders die Auskostung des Weges dorthin.

Wir vergleichen Tantra-Massagen gerne mit einem exquisiten 3-Sterne-Menü, bei der die Zelebrierung des Genusses im Vordergrund steht. Daneben ensteht über die Langsamkeit in der Lingam-Massage oft ein Gefühl der Zeitlosigkeit und des “Im-Moment-Seins”, der meditativen Zuständen sehr ähnlich ist.

Die mit der Lingam-Massage verbundene Tantra-Massage ist sowohl unter dem Aspekt des Genusses wie auch der Entspannung in unserer sehr schnell-lebigen Zeit eine Möglichkeit, seine Ressourcen aufzufüllen und sich mit der lebendigen und kreativen Kraft in sich wieder zu verbinden.

 
Definition Lingam auf Wikipedia

Das Linga oder Lingam (Sanskrit) ist das − zumeist anikonische − Symbol der Hindu-Gottheit Shiva. Hindus sehen im Lingam nicht nur die schöpferische, sondern ebenso die erhaltende und zerstörende Kraft Shivas.

Ursprung und Bedeutung der Lingam-Massage 

Nach einer Legende zum Ursprung des Lingam entbrannte unter den Hindu Hauptgöttern heftiger Streit um die Frage, wer von ihnen der Höchste sei; da erschien eine riesige Feuersäule am Himmel. Brahma flog in Gestalt einer Wildgans in die Luft, um das obere Ende auszumachen, Vishnu tauchte mit gleicher Absicht in Ebergestalt in die Tiefen des Meeres hinab; beide erreichten jedoch ihr Ziel nicht. Da nahm die Säule plötzlich Gestalt an und öffnete sich: In ihr erschien Shiva und alle Götter huldigten ihm als höchstem Gott.

Die Wissenschaft assoziiert den Shiva-Linga gewöhnlich mit der männlichen Schöpferkraft Shivas und interpretiert ihn als Symbol des Phallus; im westlichen Neotantra wird der Begriff sogar synonym zu „Penis“ gebraucht.

Allerdings ist unter Religionswissenschaftlern umstritten, ob hier nicht eher die Symbolik eines vor-hinduistischen Steinkultes hineinwirkt, der Linga also nicht in erster Linie ein Phallus, sondern eben ein Stein ist.

Zwar steht in einigen tantrischen Richtungen des Hinduismus die Elternschaft des Göttlichen, die damit verbundene Schöpferkaft und so auch Sexualität an zentraler Stelle. Jedoch verehren gläubige Hindus ein Linga normalerweise nicht im Bewusstsein, Shivas erigierten Penis vor sich zu haben: Shivaitische Schriften betonen immer wieder die Formlosigkeit des Göttlichen und daher wird Shiva von seinen Gläubigen selten in anthropomorpher Form, sondern hauptsächlich in seinem Emblem, so die wörtliche Übersetzung für Linga, verehrt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lingam